Pranayama: Darth Vaders Geheimnis – diese Atemtechnik macht dich zum Jedi

Pranayama

Du möchtest Jedi Kräfte? – Dann bist du hier genau richtig!

Im Jedi-Training dreht sich alles um die Macht. Das höchste Ziel der Jedi ist es, ein Meister der Macht zu werden. Doch was steckt hinter der mysteriösen „Macht“?

Hier erklärt Yoda, was es damit auf sich hat:

Die Macht – sie existiert wirklich!

Doch was liegt hinter dem Konzept der Macht? – Gibt es eine Verbindung zur Realität?

Das Erstaunliche ist, dass „die Macht“ von den Star Wars Machern nicht erfunden wurde.

In der Realität existieren ganz ähnliche Konzepte die viele Kulturen bereits vor langer Zeit entdeckt haben.

So wird die universelle Lebenskraft in Indien als Prana bezeichnet. Dieser Begriff  lässt sich in etwa vergleichen mit dem  chinesischen Qi oder dem japanischen Ki.

Diese mysteriöse Energie ist die Grundlage von allem was existiert. Obwohl sie nicht sichtbar ist, hält sie alle Dinge zusammen. Jedes Atom, jedes Lebewesen ist durch und durch von dieser Kraft durchdrungen.

Bereits Einstein erkannte, dass Materie nichts anderes ist, als vibrierende Energie.

In den Filmen trainieren die Jedi die Beherrschung der Macht, um sie nach ihrem Willen nutzen zu können. Sie benutzen sie im Kampf, heben schwere Gegenstände und steigern damit ihre mentalen Fähigkeiten.

Da die „Macht“ anscheinend auch in Realität existiert, stellt sich die Frage, mit welcher Methode man sie beherrschen kann.

Wie wird man also ein Meister der Macht?

Die Methode um die Macht zu meistern – Pranayama

Die indischen Rishis entwickelten bereits vor tausenden von Jahren eine Methode zur Kontrolle der Lebenskraft. Eine Atemübung namens Pranayama, was etwa so viel bedeutet wie „Kontrolle des Prana“.

Die Rishis fanden heraus, dass der Atem das Bindeglied zwischen dem Geist (unsichtbaren Teil des Körpers) und dem Körper selbst bildet.

Atem und Gedanken beeinflussen sich dabei gegenseitig.

Bei sexueller Erregung oder heftigen Gefühlsausbrüchen z.B. von Wut, Zorn oder Angst, wird der Atem schnell und unruhig.

Jeder kennt das Phänomen: In einer Stresssituation geht der Atem schnell, man hechelt und atmet flach und kurz. Im entspannten Zustand ist der Atem jedoch sehr ruhig und die Atemzüge lang und tief.

Gedanken und Gefühle bestimmen die Qualität des Atems, und umgekehrt. Durch die Kontrolle des Atems können so die Gedanken kontrolliert werden. Ist der Atem ruhig, dann beruhigen sich auch die Gedanken.

Ist man vor einer Rede nervös, dann hilft „ein paar mal tief durchatmen“ um ruhig und konzentriert zu werden. Hinter diesem Trick, den jeder kennt, steckt das gleiche Konzept wie bei Pranayama.

Pranayama: How to

Eins vorneweg: Pranayama ist ein Überbegriff für Atemübungen.

Es gibt daher viele Methoden des Pranayama – hier wird das Pranayama beschrieben, bei dem man den Atem um die Wirbelsäule zirkulieren lässt – auch Wirbelsäulenatmung genannt.

 

– Such dir einen ruhigen Ort wo du nicht gestört wirst.

– Setze dich in den Schneidersitz, oder Lotussitz. Wenn du beide Positionen nicht über längere Zeit bequem einnehmen kannst, dann setze dich einfach auf einen Stuhl, ein Bett oder ein Sofa. Hauptsache du sitzt bequem.

– Achte auf eine aufrechte Körperhaltung und lege deine Hände in deinen Schoß. Schließe deine Augen.

– Atme ein paar mal ruhig ein und aus und fokussiere dich dabei auf deinen Atem.

– Stell dir nun deine Wirbelsäule vor.

– Fühle ihre Position in deinem Körper vom Steißbein bis zu den Halswirbeln.

– Beim Einatmen stellst du dir nun vor, wie der Atem hinten (also auf Rückenseite) auf deiner Wirbelsäule von unten nach oben entlangfährt. Stoppe mit dem Einatmen oben zwischen deinen Augen genau an dem Punkt der auch das „dritte Auge“ genannt wird. Also genau dort, wo die Hindus immer diesen Punkt haben.

– Dort angekommen, hältst du für einen kurzen Moment den Atem an, gerade so lange wie es angenehm ist.

– Dann lässt du deinen Atem an deiner Wirbelsäule „vorne runter“ gleiten, bis zum Steißbein. Unten angekommen hältst du den Atem wieder einen kurzen Moment an. Dann beginnst du wieder mit dem Einatmen.

– Dieses „Kreisen“ des Atems um die Wirbelsäule kannst du beliebig oft wiederholen.

Achte darauf, dass du während den Atemzügen dein Kinn leicht auf den Kehlkopf drückst. Damit erreichst du eine gerade Haltung und ziehst deine Wirbelsäule in eine aufrechte Position.

Viel wichtiger aber, du erreichst damit eine bestimmte Art und Weise des Atmens, die sogenannte Ujjayi-Atmung. Wenn du beim Atmen einen leicht zischenden Ton in deiner Kehle erzeugst, dann machst du es richtig.

Eine weitere sehr gute und sehr ausführliche Anleitung (inkl. Beschreibung Ujjayi-Atmung und vieler Details) findest du hier.

Die Dauer der Übung kann man je nach Belieben selbst variieren. Am Anfang empfiehlt es sich, mit 10 min pro Übung zu beginnen. Hat man sich daran gewöhnt, sind 20-30 min eine gute Zeit.

Gerade am Anfang können die Auswirkungen von Pranayama ziemlich stark sein. Wie anfangs beschrieben, können sich wahre Jedikräfte zeigen.

Was aber immer wieder beschrieben und auch erfahren wird, ist eine gesteigerte Wachheit und Aufmerksamkeit. Damit ist aber keine „normale“ Wachheit gemeint – nein – es ist eine gesteigerte Präsenz, eine Fokussiertheit die gleichzeitig entspannt – eine absolut überwältigende Erfahrung.

Wer es nicht selbst erlebt hat, kann es schwer nachvollziehen – du bist einfach voll da. Du nimmst alles viel intensiver wahr. Töne, Bewegungen, Gedanken, alles nimmt eine ganz neue Qualität an. Du befindest dich intensiv im Moment.

Der Grund dafür ist der, dass du durch das lange und intensive Atmen deinen Körper mit mehr Sauerstoff versorgst.

Die Wirbelsäule ist auch so etwas wie die „Autobahn“ des menschlichen Nervensystems. Wer mit dem Prinzip der Chakren vertraut ist, weiß, dass sie sich alle auf einer Linie mit der  Wirbelsäule befinden.

Die Chakren verbinden uns mit unserem ätherischem Körper. Also dem Körper mit dem wir im Traum umherwandeln.

Indem wir unseren Atem um die Wirbelsäule kreisen lassen, wirkt sie wie eine Antenne. Der Atem „magnetisiert“ sozusagen die Wirbelsäule und regt die Chakren an, die sich darauf befinden.

Auf der Wirbelsäule befindet sich die Sushumna, ein Energiekanal. Dieser wird durch anhaltendes Üben immer weiter geöffnet und ermöglicht es der sexuellen Energie (Kundalini) immer stärker zu fließen.

Die Kundalini wird auch Schlangenkraft genannt. Dass diese Vorgänge auch in Europa bekannt waren, zeigt der Caduceus, Symbol der Ärzte: Zwei Schlangen winden sich um einen Stab nach oben.

Dies stellt genau den oben beschriebenen Vorgang dar. Die Schlangen repräsentieren die Kundalini die in der Wirbelsäule aufsteigt.

Vor diesem Hintergrund betrachtet erhält auch die Schöpfergeschichte von Adam und Eva einen ganz anderen Symbolgehalt. Genau wie im Caduceus finden sich wieder ein Baum/Stab und eine Schlange, die die Wirbelsäule und die Kundalini repräsentieren.

Die Auswirkungen von Pranayama – Jedi Kräfte

Wer das für esoterisches Geschwätz hält, der darf ruhig laut schimpfen. Aber nur so lange, bis er es selbst ausprobiert hat. Ich konnte es selbst nicht glauben, bis ich mit Pranayama begann.

Die Auswirkungen waren gleich am nächsten Tag der ersten Ausführung zu spüren. Ich fühlte mich seltsam wach und konzentriert. Alles war so viel einfacher und intensiver.

Ich war sagenhaft konzentriert und selbst die banalsten Dinge waren purer Genuss. Abends besuchte ich ein Kung Fu Training, das sich wegen seiner außerordentlichen Qualität bis heute fest in mein Gehirn eingebrannt hat.

Es war einfach überwältigend.

Selbst unbekannte Bewegungen konnte ich in kürzester Zeit ausführen. Ich fühlte mich so entspannt und wach wie schon lange nicht mehr. Jeder Augenblick war ein einziger Genuss.

Mittlerweile praktiziere ich diese Übung schon seit fast genau zwei Jahren täglich und obige Beschreibung stellt eher einen extremen Fall dar. Dennoch kann man mit Pranayama beständig seine Aufmerksamkeit und Konzentration steigern.

Noch ein weiteres Ereignis ist mir besonders intensiv im Gedächtnis hängengeblieben.

Nachdem ich am Abend zuvor Pranayama geübt hatte, wachte ich eines Morgens auf. Aber nicht einfach so, sondern hey, ich – WACHTE – auf!!!

Nicht so wie sonst – nein, ich wachte auf – und fühlte mich unglaublich, voller Glück, voller Tatendrang und Frische.

Es war eine unbeschreibliche Glückseligkeit in dem blossen Akt zu erwachen und einen neuen Tag zu beginnen.

Es war ein ganz normaler Tag, nichts sonst war geschehen. Ich war in meiner Studentenbude, wie schon viele Tag zuvor. Aber wenn ich eine Art zu erwachen für den Rest meiner Tage wählen könnte, dann würde ich diese wählen.

Leider blieb es bei dieser einen Aufwach-Erfahrung. Sehr wahrscheinlich bin ich aber noch am Anfang meiner Pranayama –Praxis, und noch ein gutes Stück von der Meisterschaft entfernt.

Vorraussetzung für Pranayama ist, wach und ausgeruht zu sein. Zumindest bei mir funktioniert es nicht, wenn ich müde bin. Vlt habe ich aber einfach noch nicht genügend Konzentration entwickelt.

Bist du ausgeruht und beachtest die Ujjayi-Atmung, dann gelingt es dir mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit, dich in einen sehr entspannten und friedlichen Zustand zu versetzen.

Ein Anzeichen dafür dass man auf der richtigen Spur ist, ist ein sehr feiner Atem. Es ist schwierig zu beschreiben, aber es fühlt sich in etwa wie ein sehr feiner Faden an, den man in seine Nase hinein- und hinauszieht.

Lange und intensiv Sauerstoff in sich hineinzuatmen kann richtig süchtig machen. Es kann dabei eine sehr angenehme „süße“ Empfindung entstehen.

Durch Pranayama beruhigt sich der Atem und der Herzschlag. In einem sehr weit fortgeschrittenen Zustand ist es sogar möglich mit dem Atmen ganz auszusetzen und in den überbewussten Zustand einzutreten. Diesen nennen die Hindus „Samadhi“, die Buddhisten „Nirwana“ und Jesus „Königreich der Himmel“.

Pranayama kann man übrigens überall und jederzeit machen. Wenn du zwischendurch eine Pause machst, lasse deinen Atem um die Wirbelsäule kreisen. Du wirst die Auswirkungen sofort spüren und wacher und aufmerksamer sein.

Auch zwischen oder vor Kämpfen im Wettkampf oder Training, wenn du erschöpft und aufgeregt bist, ist Pranayama hilfreich. Mit einiger Übung kannst du so deinen Atem innerhalb von Sekunden stark verlangsamen und deine rastlosen Gedanken bändigen.

Probiere es einfach das nächste mal aus!

Interessanterweise war die Inspiration für Yoda tatsächlich ein indischer Yogi namens YOgananDA. Dieser ging in den 1920ern nach Amerika um dort den Weg des Kriya-Yoga zu verbreiten.

Pranayama bildet dabei eine der wichtigsten Übungen.

Einige Aussagen von Yoda sind fast wörtlich aus Yoganandas Lehren entnommen.

 

Hast du bereits Erfahrungen mit Atemtechniken oder Yoga in Zusammenhang mit Kampfsport gemacht? Was sind deine Erfahrungen?

Und nun, möge die Macht mit dir sein, junger Badewann 😉

 

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Achtung: Obiger Artikel wurde nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert. Der Autor erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit der Methode, die Ausführung entspricht seiner Praxis und Erfahrung.

Bist du dir aufgrund deiner Gesundheit oder körperlichen Verfassung bei der Ausführung unsicher, kontaktiere bitte einen Arzt.

Weitere hilfreiche Tipps und Lektüre zu Pranayama und Atemtechniken findest du hier:

Yogani: Pranayama der Wirbelsäulenatmung

Fortgeschrittene Yoga Übungen

Kriya Yoga

Kriya Yoga – The science of Life force

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